Vier Rahmenmaterialien, vier Preisniveaus. Woher der Abstand kommt und wann sich der Aufpreis begründen lässt.
Geprüft am
Kurz gesagt
Kunststoff ist mit 500–850 € je Fenster das günstigste Material, Holz folgt mit
700–1.200 € , Aluminium mit 800–1.300 € , Holz-Aluminium mit
900–1.400 € . Alle Spannen gelten für Dreifachverglasung inklusive Montage. Auf die
Förderfähigkeit wirkt das Material nicht, entscheidend ist der Uw-Wert.
Der Querschnitt erklärt den Preisabstand: Aluminium braucht eine thermische Trennung, Holz-Alu zwei Materialien in einem Rahmen.
Was kosten die vier Materialien?
Die folgende Grafik vergleicht dieselbe Ausführung: ein Fenster von etwa 1,30 × 1,30 m mit Dreifachverglasung,
inklusive Montage, Demontage und Entsorgung.
Preis je Fenster mit Dreifachverglasung, nach Rahmenmaterial
Der Querschnitt erklärt das meiste. Ein Kunststoffprofil besteht aus mehreren Luftkammern und einer
Stahlarmierung, die es in Form hält. Das lässt sich in großer Stückzahl fertigen, deshalb der niedrige Preis.
Holz dämmt von sich aus gut, braucht aber Pflege: Der Anstrich hält nicht ewig, besonders auf der Wetterseite.
Aluminium leitet Wärme so gut, dass der Rahmen thermisch getrennt werden muss, sonst wird die Innenseite kalt.
Diese Trennung ist ein zusätzliches Bauteil im Profil. Holz-Aluminium kombiniert beides und kostet deshalb am
meisten: Holz nach innen, eine Aluminiumschale nach außen, die den Anstrich überflüssig macht.
Wie stark schlägt die Qualitätsstufe durch?
Innerhalb eines Materials unterscheidet ein Hersteller drei Stufen: Standard Uw 1,1–1,3, Mittelklasse 0,80–0,95, Premium ab 0,76 . Die Stufe wirkt
stärker auf den Preis als das Material selbst. Die folgenden Werte gelten für ein etwas größeres Fenster von
150 × 120 cm mit Dreifachverglasung.
Material
Standard
Mittelklasse
Premium
Kunststoff
600–900 €
900–1.400 €
1.400–2.200 €
Holz
800–1.200 €
1.200–1.800 €
1.800–2.800 €
Aluminium
950–1.400 €
1.400–2.100 €
2.100–3.500 €
Holz-Aluminium
1.100–1.600 €
1.600–2.400 €
2.400–3.800 €
Fenster 150 × 120 cm mit Dreifachverglasung, inklusive Demontage und Standardmontage, ohne Laibungsarbeiten.
Branchenangabe von Oknoplast, geprüft am 12.09.2026.
Mittlere Qualitätsstufe im Materialvergleich, Fenster 150 × 120 cm
Die mittlere Stufe erreicht laut Hersteller Uw-Werte zwischen 0,80 und 0,95 und damit die Förderanforderung.
Die Förderung stellt keine Materialbedingung. Sie verlangt einen Wert: Uw ≤ 0,95 W/(m²K) . Das erreichen
alle vier Materialien, sofern das Fenster entsprechend gebaut ist. Ein günstiges Standardprofil mit
Dreifachverglasung kann daran scheitern, während dasselbe Material eine Stufe höher die Anforderung erfüllt.
Lassen Sie sich den Uw-Wert des angebotenen Systems deshalb schriftlich geben, nicht den Ug-Wert der Scheibe.
Welches Material passt wozu?
Kunststoff: günstigste Variante, pflegearm, in der Mittelklasse förderfähig.
Holz: für Altbauten mit Denkmalauflagen und für alle, die Holz im Raum sehen wollen. Rechnen Sie den Anstrich in die Lebenskosten ein.
Aluminium: schlanke Profile, große Glasflächen, hoher Preis.
Holz-Aluminium: Holzoptik innen ohne Streichen außen, dafür das teuerste Profil.